Der Maler Hans Purrmann (1880-1966), aus Speyer stammend und mit der Malerin Mathilde Vollmoeller verheiratet, arbeitete in den wichtigen Kunstmetropolen München, Berlin und Paris, später in Rom, Florenz und der italienischen Schweiz. So entwickelte er sich zu einem Künstler von europäischem Format.
Die Ortswechsel waren für seine künstlerische Praxis bedeutsam und machten Purrmann zugleich zum Akteur in verschiedenartigen Kultur- und Künstlerkreisen. In 20 Beiträgen präsentieren renommierte Autorinnen und Autoren in Zusammenarbeit mit der Hans Purrmann Stiftung und dem Purrmann-Archiv München neue Forschungen zu Leben und Werk des Malers und Grafikers. Es entsteht ein aktueller Überblick über alle Lebens- und Schaffensphasen des Künstlers.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.03.2017
Gottfried Knapp staunt über das Farbverständnis des Malers Hans Purrmann. In der von Felix Billeter und Christoph Wagner herausgegebenen Monografie erscheint ihm der Künstler als großer Individualist des Modernismus, bunt und leuchtend wie ein Pariser Fauvist. Die verbreitete Vorstellung, Purrmann habe erst in Paris zu seinem Stil gefunden, kann Knapp allerdings mit Hilfe des Buches widerlegen. Spannend ist das Buch mit seinem Blick auf die vielen Stationen des Künstlers von Paris über Berlin bis nach Florenz und auf sämtliche Schaffensphasen darüber hinaus, meint Knapp. Dass der Band auch das malerische Werk von Purrmanns Frau Mathilde Vollmoeller vorstellt, findet der Rezensent außerdem bemerkenswert.
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