Felix Hubalek

Die Ausweisung

Roman
Cover: Die Ausweisung
Milena Verlag, Wien 2011
ISBN 9783852862064
Gebunden, 250 Seiten, 21,90 EUR

Klappentext

Berlin 1933, zu Beginn der NS-Diktatur, steht ein österreichischer Journalist im Widerstreit zwischen Anpassung und Widerstand. Der österreichische Korrespondent Wilhelm Urbanek sieht sich mit den Zeichen der "neuen Zeit" und den braunen Machthabern konfrontiert. Die politischen Veränderungen in der deutschen Reichshauptstadt gefallen dem Journalisten ganz und gar nicht; er versteht sich als Mahner, der mit klarem Blick bereits erkennt, auf welches Unglück Deutschland zurast. In Urbaneks Umfeld scheint jedoch kaum jemand verstehen zu wollen, dass mit Hitler als Reichskanzler und den ersten Verhaftungen politischer Gegner und Juden, Deutschland innerhalb kürzester Zeit zu einem anderen Land geworden ist. Als Fluchthelfer und mutiger Gegner des nationalsozialistischen Regimes muss sich Urbanek die Frage stellen, was ein Einzelner gegen ein Terrorsystem wirklich ausrichten kann. Als seine regimefeindlichen Aktivitäten auch der Gestapo nicht verborgen bleiben, steht Urbanek vor einer lebenswichtigen Entscheidung.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 16.07.2011

Zum Glück verfügt dieser Roman über das wirklich ausgezeichnet geschriebene, informative Nachwort von Evelyne Polt-Heinzl, meint Rezensent Franz Haas. Denn so sehr Haas die Absicht des Wiener Milena-Verlags schätzt, halbvergessene Werke zu publizieren, Felix Hubaleks Roman "Die Ausweisung" hätte seiner Meinung nach auch weiterhin mit gutem Gewissen übersehen werden können. Die zu Beginn des Zweiten Weltkrieges in Deutschland und Österreich spielende Geschichte um diverse Widerstandskämpfer, die sich nicht nur einigen Liebeleien, sondern vor allem politischen Streitereien hingeben, war, so Haas, von Hubalek offenbar als Lehrstück über die komplizierte Dialektik des Widerstands geplant worden. Leider gehe der Autor dabei aber sprachlich und psychologisch derart "unbeholfen" vor, dass dem Rezensenten diese "grobe Schnitzerei" bestenfalls als "gutgemeintes Zeitzeugnis" dient.

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