Mit Fotografien von Petra Steiner und zahlreichen Illustrationen. Gion Caminada ist weit über die Grenzen der Schweiz hinaus bekannt: als Architekt, der sein Schaffen aus dem Kontext entwickelt und diesem neue Impulse gibt - in der preisgekrönten Erneuerung seiner Heimatgemeinde Vrin, durch die Renaissance des Dorfes Valendas mit Gasthof und Gemeindesaal, mit den Bauten um das Kloster Disentis, die zu dessen Erneuerung beitrugen, oder durch vieles mehr. Seine Erfahrung gibt er als Professor für Architektur und Entwurf an der ETH weiter. Die Biennale Venedig 2018 präsentiert seinen Beitrag zur Architektur. In diesem illustrierten Interview erzählt er von seinem Weg zum Bauen, von alten Dörfern, vom Zusammenspiel mit engagierten Bürgern, und von den Ideen, die ihn in seinem Leben antreiben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.08.2018
Hannes Hintermeier kennt den Schweizer Architekten Gion A. Caminada als Meister einfühlsamer Lösungen unter Berücksichtigung der sozialen Dimension des Bauens. Über den kritischen Regionalismus Caminadas erfährt er in diesem Gesprächsband leider zu wenig. Der Interviewer Florian Aicher versteht sich als philosophischer Stichwortgeber, klagt Hintermeier. Goethe, Heidegger und Aristoteles kommen vor, wenn Caminadas Lebens- und Werkgeschichte auf diesem "geistigen Spaziergang" abgegangen wird, Konkreteres zu dessen Bauweise oder zu dessen bevorzugtem Baustoff Holz bleibt laut Rezensent leider außen vor.
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