Aufstand in Serbien und die Krise autoritärer Regime
Ch. Links Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783962892531 Broschiert, 342 Seiten, 20,00
EUR
Klappentext
Lange galt die Mehrheit der serbischen Bevölkerung als politisch desinteressiert. Proteste, die sporadisch aufflammten, scheiterten. Als im November 2024 das Vordach des Bahnhofs in Novi Sad einstürzte und mehrere Menschen starben, änderte sich das schlagartig. Landesweit entstand eine breite Protestbewegung: Die Menschen fordern Aufklärung, prangern Missstände in Regierung und Verwaltung an und verlangen Rechtsstaatlichkeit, öffentliche Kontrolle und echte Korruptionsbekämpfung. Seitdem gerät Präsident Vučić zunehmend unter Druck. Balkan-Experte Florian Bieber zeigt anhand dieser starken Bewegung die Bedeutung von Bürgerprotesten. Für Serbien, aber auch für Europa, Russland und die USA. Denn weltweit fürchten Autokraten wie Vučić, Orbán, Putin und Trump zivilgesellschaftliche Proteste - und bekämpfen sie mit den immer gleichen Mitteln.
Rezensent Dirk Auer liest ein Buch, das wichtige Lektionen bereit hält für jene, die sich gegen autokratische Herrscher wehren möchten. Konkret zeigt Florian Bieber auf, wie in Serbien seit 2024 eine Protestbewegung entstanden ist, die gegen das Regime des Präsidenten Alexander Vučić mobil macht - und zwar sehr erfolgreich. Mehr als 30.000 Demonstrationen organisierte die von Studenten ins Leben gerufene Bewegung, die außerdem Bürgerplena organisiert und auch im vorher komplett von Regierungspropaganda dominierten ländlichen Raum Fuß fasst. Bieber schlägt sich klar auf die Seite der Opposition, stellt Auer klar, seine Analysen bleiben jedoch trotz Parteilichkeit hellsichtig, auch etwa, was die historische Herleitung der aktuellen Situation angeht. Nun sind die Serben Vučić bisher trotz der Proteste nicht losgeworden, konzediert Auer. Dennoch kann das serbische Beispiel Vorbildfunktion haben, glaubt der Rezensent nach der anregenden Lektüre: Um Autokraten wieder loszuwerden, brauche es einerseits konkrete Forderungen, andererseits Geduld.
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich…