Peter Fürst

Montenegro auf dem Weg nach Europa

Cover: Montenegro auf dem Weg nach Europa
LIT Verlag, Wien 2005
ISBN 9783825892050
Broschiert, 195 Seiten, 9,90 EUR

Klappentext

Mit einem Vorwort von Paul Parin. "Den Weg Montenegros nach Europa" dokumentiert pointiert der Schweizer Journalist Peter Fürst, langjähriger Balkankorrespondent. Im Gegensatz zur europäischen Politik, die Montenegros Weg eher skeptisch sieht, kommt der Autor zu einer positiven Bilanz: Montenegros Unabhängigkeitsbewegung ist nicht ethnisch, nationalistisch. Die Unabhängigkeit richtet sich nicht gegen Nachbarn. Sie wird vielmehr die Entwicklung des Balkans befördern. Die Bewegung wird getragen von der Zivilgesellschaft. Sie wird sich positiv auswirken auf Serbien - und damit den Weg des gesamten Balkans nach Europa fördern.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 22.07.2006

Zustimmend hat Erich Rathfelder dieses Buch über Montenegros Weg nach Europa gelesen, das der langjährige Balkankorrespondent Peter Fürst vorgelegt hat. Rathfelder lobt dessen eingehende Darstellung der Geschichte Montenegros und seiner Stellung im ehemaligen Jugoslawien. Das Besondere an dem Buch sieht er darin, dass Fürst dem Präsident des Balkanstaats in einem langen Interview Gelegenheit gibt, seine Politik zu erklären. Ein Umstand, der Rathfelder "ungewöhnlich", aber gleichwohl "außerordentlich sinnvoll" erscheint. Gut nachvollziehen kann er auch, dass Fürst mit seinem Buch Partei zu ergreift - die Unabhängigkeitsbewegung Montenegros sei schließlich nicht ethnisch oder nationalistisch geprägt und richte sich nicht gegen die Nachbarn, sondern befördere die demokratische Bewegung des Balkan insgesamt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 21.01.2006

Aufschlussreich findet der T.K. zeichnende Rezensent diese Biografie über Milo Djukanovic, den Regierungschef der kleinen Teilrepublik Montenegro, die Peter Fürst vorgelegt hat. Als Kernstück des Buchs betrachtet er die Selbstdarstellung Djukanovics, mit dem der Autor im vergangenen Sommer während einer Woche täglich mehrstündige Gespräche führen konnte. So könne Djukanovic seine Version der komplizierten und dramatischen jüngeren Geschichte Montenegros "frei von der Leber" darstellen. Dass Fürst dabei darauf verzichtete, den Politiker mit kritischen Fragen zu bedrängen, hat sich nach Ansicht des Rezensenten durchaus gelohnt, gestattet Djukanovics animiertes Geplauder doch "tiefe Einblicke in die Gedankenwelt balkanischer Potentaten". Hinter locker eingestreuten Anekdoten werden die Abgründe von Verrat und Kabale erkennbar, so der Rezensent, der Leser gewinnt "Einblicke in ein sonst nur schwer entwirrbares Milieu". Die vorgelagerten allgemeinen Erklärungen zu Montenegro und einige weitere Protokolle von Gesprächen mit "Zeitzeugen" findet der Rezensent allerdings "weniger lohnend".

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