Unternehmensberatung, eine bisweilen wundersam anmutende Mischung aus beinharter Rationalisierung, Esoterik und Zukunftsvision, kommt immer dann zum Einsatz, wenn wirtschaftliche Strukturen aus dem Gleichgewicht zu geraten drohen. Was es eigentlich heißt, sich beraten zu lassen, welche Medien dabei eine Rolle spielen und wie die Branche der Unternehmensberatung zu einem zentralen gesellschaftlichen Wissenssystem wurde, ist Gegenstand dieses Buches.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.11.2015
In seiner Dissertation "Engel der Effizienz" untersucht Florian Hoof die Ursprünge der Unternehmensberatung, berichtet Katharina Teutsch. Gilbreth Scaffold, ein Bauunternehmer, hatte ein neues Baugerüst entwickelt, das seinen Angestellten ihre Arbeit erleichterte - und beschleunigte, so die Rezensentin. Er machte aus der Optimierung einen Beruf, nutzte das neue Medium Film und war darum bemüht, die alte militärische Terminologie durch eine "Ästhetik der Effizienz" abzulösen, die stärker über Anreize als Disziplinierung funktionierte, fasst Teutsch zusammen. Wenn Unternehmensberater heute einen so guten Ruf haben, verdanken sie ihn auch Pionieren wie Scaffold, erfährt die Rezensentin von Hoof.
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