Aus dem Italienischen mit Anmerkungen und Exkursen von Manfred Bauschulte.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 19.02.2003
Rezensent Felix Philipp Ingold schimpft wie ein Rohrspatz auf den Übersetzer Manfred Bauschulte, der seines Erachtens weder die Original- noch die Zielsprache richtig beherrscht. Aus den eingedeutschten Gedichten möchte Ingold erst gar nicht zitieren, ihnen fehle gänzlich Fortinis "subtile Versrhythmik und der kühne Strophenbau", abgesehen von zahlreichen lexikalischen Irrtümern, syntaktischen Verdrehungen, prätentiösen Verrenkungen. Aber auch Bauschultes Kommentare und Erläuterungen nennt Ingold aufgeblasen. Das alles ist unendlich bedauerlich, stöhnt Ingold, da Fortini (12917 - 1994) ein großartiger Lyriker gewesen sei, der schon seit vierzig Jahren nicht mehr auf Deutsch verlegt wurde. In der nun vorliegenden Auswahl sind auch Gedichte aus dem Nachlass enthalten. Doch der Verlag, der mit diesem Band eine neue Schriftenreihe "Poesie als Übersetzung" ins Leben rufen wollte, verschenkt mit der ersten Publikation seine Chance, bedauert der gebeutelte Kritiker.
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