Frank Plasberg

Der Inlandskorrespondent

Wenn Politik auf Wirklichkeit trifft
Cover: Der Inlandskorrespondent
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2007
ISBN 9783462039245
Gebunden, 208 Seiten, 17,90 EUR

Klappentext

Unter Mitarbeit von Klaus Frings. Vom Posten des Auslandskorrespondenten träumt jeder Volontär. Aber wer sagt eigentlich, dass die wahren journalistischen Abenteuer heute nicht auch im eigenen Land liegen können? Frank Plasberg nimmt seine Leser mit auf eine Entdeckungstour in die Wirklichkeit und trägt Geschichten zusammen, die in der Politikberichterstattung häufig unerzählt bleiben. Lakonisch und humorvoll beschreibt Plasberg, wie überfällige Debatten, kaum haben sie begonnen, schon wieder in Ritualen erstarren. Er überschreitet, wo es nötig ist, die Grenzen politischer Korrektheit, um dahin zu gelangen, wohin sich die Politik selten wagt: mitten ins Leben. Die Konfliktlinien in unserer Gesellschaft verlaufen längst nicht mehr entlang der Parteigrenzen, sondern zwischen denen, die Politik machen und denen, die die Auswirkungen der Politik zu spüren bekommen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.10.2007

Rezensent Rudolf Walther zeigt sich sehr angetan von diesem Buch mit Geschichten aus Frank Plasbergs Talkshow "Hart, aber fair". Er lobt dessen journalistische Kompetenz und schätzt die Sendung als wohltuende Ausnahme im intellektuellen Tieffluggebiet deutscher Polit-Talkshows. Die Geschichten, die das Plasberg-Team Politikern und Experten in ihrer Sendung präsentierten, hält Walther fest, "versetzen diese regelmäßig in Staunen und Verlegenheit, denn deren Blick auf die soziale Wirklichkeit ist notorisch verengt auf Sozialstatistiken und rechtliche Normen." In vorliegenden Buch findet Walther eine Reihe dieser Geschichten, die von einfachen Bürgern handeln, die arbeitslos wurden, in Armut leben, alkoholkrank sind, von Unternehmern und Ich-AG-Betreibern, Geschichten über Zweiklassenmedizin und Minirenten trotz jahrzehntelanger Arbeit. Dabei bescheinigt er Plasberg und Frings, auf Pauschalisierung und Effekthascherei zu verzichten und "Distanz zum Stammtisch" halten.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.10.2007

Rezensent Rudolf Walther zeigt sich sehr angetan von diesem Buch mit Geschichten aus Frank Plasbergs Talkshow "Hart, aber fair". Er lobt dessen journalistische Kompetenz und schätzt die Sendung als wohltuende Ausnahme im intellektuellen Tieffluggebiet deutscher Polit-Talkshows. Die Geschichten, die das Plasberg-Team Politikern und Experten in ihrer Sendung präsentierten, hält Walther fest, "versetzen diese regelmäßig in Staunen und Verlegenheit, denn deren Blick auf die soziale Wirklichkeit ist notorisch verengt auf Sozialstatistiken und rechtliche Normen." In vorliegendem Buch findet Walther eine Reihe dieser Geschichten, die von einfachen Bürgern handeln, die arbeitslos wurden, in Armut leben, alkoholkrank sind, von Unternehmern und Ich-AG-Betreibern, Geschichten über Zweiklassenmedizin und Minirenten trotz jahrzehntelanger Arbeit. Dabei bescheinigt er Plasberg und Frings, auf Pauschalisierung und Effekthascherei zu verzichten und "Distanz zum Stammtisch" zu halten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.10.2007

Tolle Sendung, tolles Buch, findet Christian Geyer, der Frank Plasberg als TV-Journalist offenkundig hoch schätzt. Dafür, dass Plasberg weder "Recherchemaschine" noch betulicher "Anstands-Wauwau" ist, sondern sich bevorzugt für die sperrigen Geschichten interessiert, dankt er dem Autor herzlich. Sogar bereits Gesendetes macht ihn in Plasbergs Text-Präsentation wiederum atemlos und lässt ihn die Widersprüche der geschilderten Schicksale spüren. Die "diebische Freude" Plasbergs bei der Erdung politischer Rhetorik durch lebendige Beispiele teilt sich dem Rezensenten, schauend wie lesend, unmittelbar mit.
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