In der Gegenwart verlieren die gesellschaftlichen Formen der Verbundenheit, politische Parteien, Gewerkschaften, Vereine oder Kirchen, an Bedeutung. Eine leibphilosophische Analyse zeigt, dass Menschen aber nicht nur selbstbestimmte Individuen, sondern immer auch existentiell miteinander verbundene Wesen sind. Das spiegelt sich in ihrer Suche nach Gemeinschaft und Solidarität. Welche Formen der Verbundenheit können in der Zukunft Bedeutung erlangen? Diskutiert werden traditionelle Gemeinschaften, die Solidarität in emanzipatorischen Kämpfen, die Verbundenheit in Religionsgemeinschaften und in digitalen Netzwerken.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.01.2021
Für Rezensent Frank Decker lohnt sich die Lektüre des Buches von Frank Vogelsang. Was der Theologe zu Möglichkeiten sozialer Verbundenheit zu sagen hat, zu ihren Strukturen und Gefährdungen durch den Individualismus, scheint ihm in seinem Anschluss an soziologische, philosophische und christliche Überlegungen bedenkenswert. Welche Voraussetzungen für eine dauerhafte Solidarität in der Gesellschaft nötig und welche neuen Formen der Solidarität vorstellbar sind, vermittelt Vogelsang laut Rezensent nachvollziehbar. Zu kurz kommt für ihn im Buch die Rolle des Staates bei dieser Aufgabe.
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