Die seit über tausend Jahren bestehende Klosterwelt, die unseren Kulturraum sehr geprägt hat, ist heute in der Gefahr, unbemerkt und leise zu verschwinden. Der Fotograf Thomas Dashuber hat zusammen mit dem Kulturwissenschaftler Christoph Kürzeder neun Frauenklöster in Bayern besucht, mit den Klosterschwestern gesprochen und Fotografien machen können, die uns einen Alltag zeigen, der fremd und doch auf seltsame Weise vertraut ist. Damit öffnen sie einen Raum, der den Betrachter und Leser unversehens mit aktuellen Fragestellungen unserer Gesellschaft und Kultur konfrontiert: Was bedeuten radikale Lebensentscheidungen, was Nachhaltigkeit und Achtsamkeit, was Entschleunigung und Konsumentsagung?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 23.08.2016
Sylvia Staude seht einen Schleier der Melancholie und der Nostalgie über den Fotos von Thomas Dashuber liegen, zu denen Christoph Kürzeder den Kommentar besorgt hat. Wäschetruhen, Gräber, Marienfiguren und immer wieder der Gekreuzigte erscheinen ihr auf den Bildern aus zehn Klöstern, Funktionalität, Stille und Bescheidenheit. Das Verschwinden "dieser Glaubenskultur" wird Staude beim Betrachten offenbar, und beim Lesen von Ordensregeln oder Kapiteln über Klausur und Gebet treten ihr schlichte Toleranz und Menschenfreundlichkeit entgegen.
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