Aus dem Englischen von Birgit Brandau. Die Anfänge von Greenpeace finden sich in der kanadisch-amerikanischen Graswurzelbewegung von Antinuklearbewegung, Friedensbewegung, Hippie-Anarchismus, Quäker-Theorie der Gewaltfreiheit, Pazifismus, New Age-Spiritualität, Indianischer Naturauffassung, Tierschutzbewegung, Medientheorie von Marshall McLuhan. Aus diesem Amalgam hat sich Schritt für Schritt und mit vielen Konflikten eine allgemein politische Organisation herausgebildet, die heute ein globales Weltunternehmen darstellt, gekennzeichnet durch straffe Führung, Zentralisierung, Professionalisierung, Management, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.07.2014
Etwas zu anekdotenreich erscheint Felix Ekardt Frank Zelkos Arbeit über die Anfänge von Greepeace im Amerika der 70er. Dass der Umwelthistoriker sich im Wesentlichen auf die Anfänge der Organisation aus dem Geist der 1968er Kultur beschränkt und mit seinen Porträts einiger Gründungsmitglieder und ihrer Animositäten untereinander den Leser mitunter etwas überfordert, wo er etwa die Wirkung von Umweltverbänden und insbesondere die aktuellere Greenpeace-Geschichte stärker in den Blick hätte nehmen können, wie Ekardt findet, macht den Band für den Rezensenten weniger zu einem informativen und unterhaltsamen Sach- beziehungsweise Fachbuch, als zu einem Buch über die relativ klar abgesteckte Anfangszeit der Organisation.
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