Aus dem Englischen von Frank Born, K.-D. Schmidt und Karen Genschow. In der führenden Nation des Westens spielen die Belange der Mittelschicht und der Geringverdiener, aber auch des Umweltschutzes und der Minderheiten eine empörend geringe Rolle. Doch der Sozialist Bernie Sanders kämpft weiter für eine politische Revolution: für eine Ökonomie, die nicht nur Jobs schafft, sondern auch für gerechte Löhne sorgt; für ein Gesundheitswesen, das allen zugute kommt; für den nachhaltigen Schutz unserer Umwelt - und gegen jede Form von Rassismus. Nur so wird es gelingen, den USA und der ganzen Welt eine bessere Zukunft zu schaffen. Sanders' Buch ist die linkspolitische Agenda für alle, die mit dem Primat der Profitgier und der Willkür des Establishments nicht einverstanden sind und nach neuen Wegen jenseits des Raubtierkapitalismus suchen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.06.2017
Für Dietmar Dath ist Bernie Sanders' Buch irgendwie zu rechtschaffen und zu brav. Ihm leuchtet zwar durchaus ein, dass die USA eine Bewegungslinke brauchen, die nicht so unpolitisch sind wie die Gewerkschaften und nicht so verdorben wie die Demokraten. Doch solange Sanders der Partei verhaftet bleibe, fürchtet Dath, komme er nicht aus der Defensive heraus. Allerdings lernt der Rezensent doch einiges aus dem Buch: über den Kreuzzug der rechtsextremen, milliardenschweren Koch-Brüder oder über die politische und ökonomische Entrechtung der Amerikaner.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.06.2017
Rezensent Matthias Kolb hat Bernie Sanders' Buch "Unsere Revolution" mit Gewinn gelesen. Der derzeit beliebteste amerikanische Politiker erzählt ihm hier nicht nur aus seinem Leben, sondern formuliert insbesondere Visionen und Forderungen für soziale Gerechtigkeit, informiert der Kritiker. Bezahlte Krankheitstage, Mutterschutz und kostenloses Studium an öffentlichen Hochschulen stehen ebenso auf Sanders' Agenda wie das Werben um politisches Interesse bei jungen Menschen, Ärmeren, Schwarzen oder Latinos, fährt der Rezensent fort. Mit großem Interesse liest Kolb vor allem das Kapitel "Die Medienkonzerne und die Bedrohung unserer Demokratie", in dem Sanders schildert, dass sechs Großunternehmen 90 Prozent dessen kontrollieren, was Amerikaner "sehen, hören, lesen", und den Bürgern lange Zeit verschwiegen wurde, dass 43 Prozent aller Amerikaner in Armut leben.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…