Berlin, 2099. Kurz vor Beginn des 22. Jahrhunderts ist die deutsche Hauptstadt zur größten Metropole Europas herangewachsen. Abermillionen Menschen leben zwischen jahrhundertealten Wahrzeichen und ultramodernen Hochhäusern, teilen sich begrünte Straßen und die Highways des Cyberspace mit Androiden und KIs. Die meisten werden Berlin niemals verlassen, denn Transport ist zum Luxusgut und der Mensch wieder zum Fußgänger geworden. Hier schlägt sich Sasha als Privatermittler durch. Sein neuer Auftrag ist eine lukrative Angelegenheit, denn er kommt direkt vom Konzern Metropolia: Bei einer hochkarätigen Auktion wurde Max Bruder, ein genialer Ingenieur mit vielen Feinden, erschossen. Die Killerin ist auf freiem Fuß - auf einem nackten Fuß, denn bei der Flucht verlor sie einen Schuh. "Aschenputtel" wohnte zuletzt in einem Gebäude der Metropolia, und Sasha soll herausfinden, ob sie Teil einer kriminellen Organisation war, bevor die Polizei es tut. Doch der smarte Ermittler stellt schnell fest, dass die Lösung dieses Falls alles andere als märchenhaft ist.
Ob die Mobilitätswende in Deutschland irgendwann noch kommt, steht in den Sternen, in Fred Duvals und Ingo Römlings Comic zumindest ist der Verbrennermotor 2069 verboten worden, 2099, das Jahr, in dem ihre Geschichte spielt, gibt es allerdings schon gar keine Autos mehr, die Ressourcen fehlen, weiß Rezensent Andreas Hartmann. Das autofreie Berlin wurde dergestalt realisiert, dass sich nun einfach niemand mehr leisten kann, die Stadt zu verlassen, so Hartmann, aber ruhiger ist es deswegen nicht: Ein Mord geschieht in der Zentrale des KI-Unternehmens Metropolia, der Detektiv Sascha Jäger soll ermitteln und stellt fest, dass die alle Energie verschlingende KI völlig außer Kontrolle geraten ist, erfahren wir. Den Kritiker überzeugt vor allem, wie das Berlin der Zukunft zwischen Futurismus und Anachronismus gestaltet ist, auch die Actionszenen gefallen ihm - er ist gespannt, ob die zahlreichen noch offenen Fährten im nächsten Band wieder aufgenommen werden.
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