Fünfzehn Historiker aus dreizehn Ländern Europas legen das erste grenzüberschreitende Geschichtsbuch von europäischem Format vor. In ihrem herausragenden Werk verortet sich das alte und neue Europa historisch und entwirft seine Leitlinien für das 21. Jahrhundert. Mit den Augen der "Anderen" die europäische Geschichte erfassen, die Weltgeschichte aus anderen Perspektiven in den Blick nehmen wollen, das ist das Ziel des europäischen Geschichtsbuchs. Alle Autoren schreiben mit an der Geschichte der Anderen, des Nachbarn, sei er geografisch nah oder fern, sei er ein früherer Feind und ein gelegentlich schwieriger Freund. Die Autoren: Jacques Aldebert (Frankreich), Johan Bender (Dänemark), Jan Krzysztof Bielecki (Polen), Jiri Gruöa (Tschechien), Scipione Guarraccino (Italien), Iggnace Masson (Belgien), Kenneth Milne (Irland), Foula Pispiringou (Griechenland), Juan Antonio Sanchez y Garcia Sauco (Spanien), Antonio Simões Rodrigues (Portugal), Ben W. M. Smulders (Niederlande).
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 31.01.2012
Dieses auf Initiative des französisch-britischen Bankiers Frederic Delouche entstandene "Europäische Geschichtsbuch" war 1992 ein solches Großereignis in Europa wie der Vertrag von Maastricht, ruft der Rezensent Christian Jostmann in Erinnerung, in dessen Augen beides jedoch erheblich an Glanz verloren hat. Diese Meistererzählung von Europa hält Jostmann zwar pädagogisch für sinnvoll, aber sie kann ihn weder als Leser noch als Historiker überzeugen. Die Beschwörung der europäischen Identität funktioniert heute einfach nicht mehr, meint Jostmann, wer glaubt denn schon, dass sich das Mittelalter ganz vereint fühlte im Kampf gegen Mongolen und Türken. Nein, nein, bei aller Liebe zu Europa wünscht sich der Rezensent schon ein bisschen mehr Problembewusstsein und er belegt mit freundlichem Spott, dass die Autoren bereits in der Steinzeit erste Ansätze zur europäischen Einigung ausmachen: Wenn sie schon so lange dauert, wird sie sich nicht aufhalten lassen!
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