Aus dem Amerikanischen von Sebastian Vogel. Milliarden Vögel umrunden jedes Jahr die Erdkugel. Der spatzgroße Strandläufer fliegt ohne Halt von Kanada nach Venezuela - das entspricht 126 aufeinanderfolgenden Marathons ohne Nahrung, Wasser oder Schlaf. Dabei ziehen er Feuchtigkeit aus seinen Muskeln und Organen und nutzt das Magnetfeld der Erde mittels einer Form von Quantenverschränkung, die Einstein nervös gemacht hätte.In den letzten zwanzig Jahren ist unser Wissen über Zugvögel sprunghaft gewachsen. In seinem Buch zeigt der preisgekrönte Autor und Ornithologe Scott Weidensaul, dass wir mehr über die Lebewesen auf Erden verstehen, wenn wir uns mit dem Naturwunder über unseren Köpfen beschäftigen. Und wie wir trotz Klimawandel unsere fragilen Ökosysteme schützen können.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 28.09.2022
Rezensentin Susanne Billig entschwebt mit dem britischen Ornithologen Scott Weidensaul in die Lüfte. Wunderbar poetisch beschreibe Weidensaul das Schauspiel des Vogelzugs, erzähle von einzelnen Arten und ihren Lebensweisen. Billig lernt Faszinierendes über den Steilflug der Streifengänse im Himalaya und Schnepfen, die sich so viel Fett anfressen, dass sie am Boden nur noch torkeln können. Dass Weidensaul dabei auch die "modernen Abbruchkanten" nicht ausspart, und vor Augen füht, wie nicht-menschliches Leben zunehmend zunichte gemacht wird, nimmt die Rezensentin umso mehr ein.
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