Eine kritische Edition des Erstdrucks der "Oden" Friedrich Gottlieb Klopstocks, der sich 2021 zum 250. Mal jährt. Der Druck der Klopstock"schen "Oden", der 1771 bei Bode in Hamburg erschien, ist die erste vom Autor selbst besorgte Sammlung seiner Gedichte. Für die beiden Bände der von Göschen herausgebrachten Werkausgabe (1798) überarbeitete Klopstock diese Sammlung und ergänzte sie um weitere Texte. In der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg hat sich ein Handexemplar des Erstdrucks mit eigenhändigen Änderungen erhalten, von denen viele in den späteren Druck eingeflossen sind. Die kritische Edition bietet eine vollständige Faksimilierung des Handexemplars, eine Transkription der redigierten Verse auf der der Abbildung gegenüberliegenden Seite sowie einen konstituierten Text des Redaktionsstandes, der eine Zwischenstufe der Werke von 1771 und 1798 widerspiegelt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.01.2021
Rezensent Steffen Martus liest Friedrich Gottlieb Klopstocks von Marit Müller als Faksimile herausgegebenes Handexemplar der Oden mit Spannung. Was der Autor zwischen der Ausgabe von 1771 und der Ausgabe letzter Hand alles mit dem Text anstellte und bedachte, lässt sich laut Martus mittels Klopstocks handschriftlicher Änderungen auf dem Druck nun "im Kontext" erkennen. Leider fehlt Martus ein "engagiertes" Nachwort, das den Text einem breiteren Publikum schmackhaft machen würde, wie er glaubt, und einen der "aufregendsten Lyriker" überhaupt. Klopstocks Feilen an Syntax, Metrik und Semantik, das Müller dem Leser laut Martus erschließt, erscheint dem Rezensenten jedenfalls alles andere als monoton.
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