Die neuen Gedichte von Heinrich Detering sprechen vom Untertauchen in der Zeit. In Waterloo und Stratford, zwischen Schierke und Elend, Ithaka und Tennessee legen die Gedichte von Heinrich Detering Spuren vergessener Geschichten frei. Sie erzählen von Begegnungen mit Tieren und Menschen, treffen auf Gespenster und Märchenhelden, Aufsteiger und Untertaucher. Sie gehen ins Kino und singen den Blues. Immer erkunden sie dabei die Spannungen zwischen Formstrenge und Leichtigkeit, und immer balancieren sie zwischen Wahrheitssuche und Lügengeschichten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.2019
Rezensentin Angelika Overath taucht gern ein in den fünften Gedichtband des Literaturwissenschaftlers Heinrich Detering. Mag sein, dass Detering nicht jedes Gedicht gelingt, wendet die Kritikerin ein, die nicht dringend eine neue Überschreibung von Celans "Todesfuge" oder eine Beschwörung des nackten Allen Ginsberg am Strand gebraucht hätte. Davon abgesehen aber entdeckt sie hier wunderbare Gedichte in grammatikalisch schlichter Form, die von Deterings tiefem Gottvertrauen zeugen. Wenn der Dichter ihr von den "Farben des Honigs" oder den Refugien der Fische erzählt, geht die Kritikerin "rätselhaft getröstet" aus der Lektüre hervor.
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