Der Umgang mit Großprojekten gehört zu den schwierigen Problemen unserer Zeit. Flughäfen, Bahnhöfe, Autobahnen, Kanäle, Tiefseehäfen, Kraftwerke, Windparks u.v.a. sind Vorhaben, die eine Vielzahl von Menschen involvieren und gesellschaftliche Konflikte heraufbeschwören. Man kann Großprojekte aus mehreren Blickwinkeln betrachten: die rechtliche Sicht, betriebswirtschaftliche Sicht, volkswirtschaftliche Sicht, medizinische Sicht, etc. Das vorliegende Buch nimmt keine spezielle Sichtweise ein. Vielmehr wird versucht, typische Abläufe in den Prozessen bis zur formalen Genehmigung von Großprojekten darzustellen. Erstmals in der Literatur werden die tatsächlichen Abläufe bei der Vorbereitung, Genehmigung und die damit zusammenhängenden gesellschaftlichen Auseinandersetzung untersucht. Dies erfolgt am Beispiel von Flughäfen. Die Sichtweise ist weniger analytisch als deskriptiv.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.2019
Rezensent Stephan Speicher geht es zu moralisierend zu in dem Buch des Soziologen Stephan Lessenich. In seinem Essay versucht der Autor laut Speicher, mit Max Weber die demokratische Ermüdung aus der Natur der Demokratie selbst zu erklären, aus ihrem Prinzip der "Teilhabe durch Ausschluss". Unter anderem wirft er dabei einen Blick auf die Ausbeutung der als das "absolut Fremde" wahrgenommenen Natur durch den Westen. Für Speicher trifft Lessenich damit nicht den Nagel auf den Kopf. Ist es nicht der Kapitalismus, der solche Probleme schafft, fragt der Rezensent. Die Krise unserer Tage kann ihm der Autor jedenfalls nicht wie angekündigt schlüssig anhand der Natur der Demokratie erklären. Erlösung predigen aber kann er, meint Speicher zerknirscht.
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