Herausgegeben von Christoph Butterwegge, Bettina Lösch und Ralf Ptak. Mit der vorliegenden Publikation werden erstmals verschiedene Ansätze der Neoliberalismusforschung im deutschsprachigen Raum zusammengeführt und gebündelt. In 21 Beiträgen setzen sich Autor(inn)en verschiedener Fachdisziplinen mit grundlegenden Fragen des neoliberalen Projekts, den Gründen seiner Wirkungsmächtigkeit, der widersprüchlichen Rolle des Staates und den Voraussetzungen und Ansätzen für eine postneoliberale Agenda auseinander. Diese Analyse soll dazu beitragen, die Diskussion um Alternativen auf einer fundierten Grundlage fortzuentwickeln. Das Buch richtet sich gleichermaßen an ein wissenschaftliches Publikum wie auch an Leser/innen, die den Gegenstand des Neoliberalismus durchdringen wollen, um Orientierung und Handlungsfähigkeit für die gesellschaftliche Praxis zu erlangen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.03.2008
Geärgert hat sich Heidrun Graupner über zwei Bücher zum Neoliberalismus, die eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema bieten wollen, die sich aber genauso gut als politische Kampfschriften auffassen lassen, wie die Rezensentin meint. Der von Christoph Butterwegge, Bettina Lösch, Ralf Ptak herausgegebene Sammelband entwirft ein düsteres Szenario, in dem der gesamte Staat und seine Institutionen der neoliberalen Politik unterworfen seien, stellt die Rezensentin fest. Unter diesen Umständen propagierten die Autoren auch überwiegend eine linke Abgrenzung von der staatlichen Politik, würden aber kaum konkrete Alternativen entwickeln, kritisiert Graupner. Lediglich Friedhelm Hengstbachs Vorschläge, die, wie die Rezensentin dankbar feststellt, auf der Grundlage der Verfassung ruhen, bieten mit der Propagierung von "Tarifautonomie" und "Kontrolle der Finanzmärkte" so etwas wie Zukunftsperspektiven, so die Rezensentin, die die Vorstellung eines global herrschenden Neoliberalismus, die der Sammelband insgesamt präsentiert, allzu "eindimensional" findet.
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