Fritz Kieffer

Judenverfolgung in Deutschland - eine innere Angelegenheit?

Internationale Reaktionen auf die Flüchtlingsproblematik 1933-1939. Diss.
Cover: Judenverfolgung in Deutschland - eine innere Angelegenheit?
Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2003
ISBN 9783515080255
Gebunden, 520 Seiten, 100,00 EUR

Klappentext

Noch im Jahre 1938 sicherten die USA der Deutschen Regierung ausdrücklich "das Recht" zu, "Maßnahmen gegen bestimmte Staatsbürger" zu ergreifen. Gegen die Auswirkung dieser "Maßnahmen" - die Flucht der betroffenen Juden - schotteten sich alle potentiellen Einwanderungsländer durch finanzielle Barrieren ab. Mittellose blieben ohne Chance. Nur mit Hilfe des jüdischen Vermögens in Deutschland war die Finanzierung denkbar. Doch für den Transfer des benötigten Kapitals fehlten in Deutschland die Devisen. Die Versuche der Jewish Agency, des Völkerbundes, des Londoner New Court Committee und des in Evian gegründeten Intergovernmental Committee, eine Lösung zu finden, wurden bisher nur am Rand oder auf schmaler Quellenbasis behandelt. Die vorliegende Monografie analysiert die Rolle der westlichen Staaten und Deutschlands sowie den Einfluss der Boykottbewegung.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.05.2003

"Wie reagierte die internationale Gemeinschaft auf die Judenverfolgung in Deutschland?" So fasst Clemens Vollnhals die Fragestellung Kieffers zusammen und lobt, dass dieser dabei "auf einer breiten Quellenbasis zahlreiche Aspekte neu beleuchten kann". Das "bedrückende Fazit" von Kieffers Studie hinsichtlich dessen, was die internationale Gemeinschaft für die Juden in Deutschland getan habe, lautet Vollhals zufolge, knapp zusammengefasst, "zu wenig und zu spät". Doch Kieffer moralisiere nicht, hebt der Rezensent hervor, er zeige vielmehr "exemplarisch die Dilemmata auf, die einer rechtzeitigen Rettung im Wege standen."
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