Aus dem Amerikanischen von Joachim Körber. Nehwon, eine durch Zeit und fremdere Dimensionen von uns getrennte Welt, ist die Heimat von Fafhrd und dem Grauen Mausling, den beiden größten Schwertkämpfern dieses und aller anderen Universen. Gemeinsam streifen sie durch die Welt, wo ihnen ihr legendärer Ruf stets vorauseilt, und bestehen mannigfache unerhörte Gefahren, von denen erboste Schneefrauen, mordlüsterne Pygmäenpriester, von bösen Architekten ersonnene lebende Häuser und grimmige Kurtisanen noch die geringsten sind. Viel Witz und sardonischer Humor kennzeichnen diesen Meilenstein der Fantasy, der in den USA gleichwertig neben den bedeutendsten Werken von J. R. R. Tolkien, Ursula K. Le Guin oder Robert E. Howard steht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.07.2004
Naserümpfenden Umgang mit Fantasy-Literatur schätzt Rezensent Lorenz Jäger gar nicht. Wenn sich die Freunde des "guten Buches", zum Beispiel Frau Heidenreich, sich dahingehend äußern, scheint sich Jäger gern auf die Seite der Fantasy-Freunde zu schlagen. So empfiehlt der Rezensent auch uneingeschränkt die Neuausgabe von Fritz Leibers "Der unheilige Gral". Er rühmt Leiber als zu den "wirklichen Genien der höheren Unterhaltung" zugehörig und sein Werk sei die "wohl witzigste und intelligenteste Spätblüte" der Fantasy. Im vorliegenden Roman, dem ersten Teil einer längeren Reihe, wird die Geschichte des "Nord-Riesen Fafhrd" erzählt, der mit einer Schauspielertruppe aus seiner Heimat flieht, in die Diebesstaat "Lankhmar" und dort im "grauen Mausling" einen treuen Freund findet, mit dem er fortan von Abenteuer zu Abenteuer zieht. Rezensent Jäger schwärmt, dass dieser "Klassiker" noch gelesen werde, wenn "die 'guten Bücher' der Saison lang vergessen sind".
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