Aus dem amerikanischen Englisch neu übersetzt von pociao und Roberto de Hollanda. Thomas Jerome Newton ist ein geheimnisvoller Mann. Wie aus dem Nichts taucht der seltsame Fremde in Kentucky auf und scheint eine Mission zu haben. Mit neuartigen Technologien verdient er in kurzer Zeit Millionen und zieht dabei viel Misstrauen auf sich - aber auch das Interesse des Wissenschaftlers Nathan Bryce und der jungen Betty Jo. Während sie schnell Gefühle für Newton entwickelt, fragt sich Nathan, ob hinter dem Unbekannten mehr steckt, als auf Anhieb zu erkennen ist.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 12.08.2022
Rezensent Marten Hahn empfiehlt "Zukunftsliteratur aus der Vergangenheit" zu lesen, um die Jetztzeit zu begreifen. Unbedingt auch: "Der Mann, der vom Himmel fiel" - ein kleines Science-Fiction-Meisterwerk, das erstmals vor sechzig Jahren erschien, seitdem jedoch an Relevanz nur gewonnen hat, was, vermutet der Rezensent, wohl auch an der hervorragenden Neuübersetzung durch pociao und Roberto de Hollanda liegt. Ein Alien kommt auf die Erde mit dem Auftrag, seine eigene Zivilisation nachzuholen, und setzt sich hier als Tech-Gigant durch - das ist der durchaus mitreißende Plot, der jedoch, so Tevis, auch als Allegorie gelesen werden muss: Zum einen auf die Rolle des Menschen als fremde, zerstörende Kraft im System Erde, zum anderen aber auch auf die Heilsversprechen der Technik in unserer Gesellschaft. Manchmal muss man eben Zukunftsliteratur aus der Vergangenheit lesen, um zu begreifen, dass Technik allein die Zukunft nicht retten wird, so oder so ähnlich der begeisterte Rezensent.
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