Zweisprachige Ausgabe. Aus dem Amerikanischen von Sibylle Klefinghaus und Ralf Zühlke. Mit einem Nachwort von Ingrid und Reinhard Harbaum. Dreißig Jahre nach "Maya" erscheint dieser Band mit ausgewählten Gedichten, der einen umfassenden Einblick in das lyrische Gesamtwerk Gary Snyders bietet. Seine wichtigste Quelle ist die Natur. In seiner Dichtung löst er die Zweiheit von Mensch und Natur auf und entwickelt ein tiefgehendes ökologisches Bewusstsein.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 01.06.2002
Mit diesem Buch setzt die Stadtlichter-Presse ihre Reihe mit zweisprachigen Bänden mit Lyrik von Autoren der Beat-Generation fort. Diesmal gibt es - nach Sammlungen mit Texten u.a. von Ferlinghetti, Corso und Whalen - einen "repräsentativen Querschnitt" durch das Werk des 1930 geborenen Gary Snyder, der als Waldarbeiter ebenso tätig war wie er ein mehrjähriges Studium des Zen-Buddhismus in einem japanischen Kloster hinter sich brachte. Jack Kerouac nannte ihn "einen glücklichen kleinen Weisen" und Snyders 1975 erstmals veröffentlichter Gedichtband "Turtle Island" erhielt nicht nur den Pulitzerpreis, sondern verkauft sich nach Auskunft des "ve." zeichnenden Rezensenten noch heute exzellent. Der bezeichnet die Snydersche Lyrik als "geomorphologische Ökopoesie", meint das aber durchaus als Kompliment und findet auch die "heitere Ernsthaftigkeit" der Texte schätzenswert.
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