S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2026
ISBN
9783103977899 Gebunden, 352 Seiten, 25,00
EUR
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Helmut Dierlamm, Carla Hegerl, Oliver Lingner, Heike Maillard, Karsten Petersen. In seiner Autobiografie erzählt der kalifornische Gouverneur von prägenden Erfahrungen, politischen Visionen und Idealen, für die es sich zu kämpfen lohnt. Seine Eltern ließen sich scheiden, als er noch klein war. Seine Kindheit verbrachte er zwischen der wirtschaftlich prekären Welt seiner Mutter und dem glamourösen Umfeld seines Vaters. Schon früh setzte er sich für die Ehe für alle und die Bekämpfung des Klimawandels ein und engagierte sich für strengere Waffengesetze.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.03.2026
Reymer Klüver ahnt die Beweggründe hinter der Autobiografie des bekannten demokratischen Gouverneurs und möglichen Präsidentschaftskandidaten Gavin Newsom: Kleine Fehler in der Biografie kaschieren und sich als Herausforderer Trumps präsentieren. Das gelingt dem Autor laut Klüver ganz gut, indem er seine Kindheit als hart und von Fleiß geprägt darstellt und die Beziehungen seiner Familie zum Getty-Clan eher kleinhält. Dass Newsom unterhaltsam und mit Selbstironie schreibt, verschafft ihm bei Klüver außerdem Punkte.
Interessiert, aber nicht unbedingt enthusiastisch liest Rezensentin Antje Sieb Gavin Newsoms Buch, in dem der Gouverneur von Kalifornien und mögliche demokratische Präsidentschaftskandidat seinen bisherigen Werdegang Revue passieren lässt. Newsom spricht laut Sieb seine Lese- und Rechtschreibschwäche an und versucht klarzustellen, dass er nicht allzu privilegiert aufgewachsen ist, auch wenn seine Familie mit den Gettys bekannt war - seine Mutter jedenfalls musste sich teils mit wenig Geld durchschlagen. Zwischendurch erfährt die Kritikerin manches über seine Erfolge, etwa hinsichtlich seines Engagements für die gleichgeschlechtliche Ehe, kaum hingegen komme seine erste Ehefrau Kimberly Guilfoyle vor. Ob Newsom 2028 für die Demokraten antreten will, verrät er den Lesern nicht, so die Rezensentin, die sich auf eine Inhaltsangabe beschränkt.
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