Mit einem essay von Aleida Assmann. Geoffrey Hartman hat sich in den letzten Jahren intensiv der analytischen Aufarbeitung eines Begriffs angenommen, der in den Kulturwissenschaften den Status eines "Plastikworts" hat: der kulturellen Erinnerung. Die in diesem Band zusammengefassten Überlegungen zeigen, wie sich "kulturelle Erinnerung" in unserer nachmodernen und posttraumatischen Epoche konkret mit neuen kulturellen Grundfragen, künstlerischen Projekten und literarischen Praktiken verbindet – und dies vor allem vor dem Hintergrund der Erfahrung des Holocaust.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.02.2012
Oliver Jungen befasst sich mit dem diesen Band zugrundeliegenden Aufsatz des Autors zu "Zeugenschaft und Pathosnarrativ" und stellt fest, dass hier ein "empathisches" Kunstverständnis rehabilitiert wird. Den Weg von der Dokumentation individuellen Leids über eine entdämonisierte Empathie qua Pathosnarrativ zeichnet Jungen anhand des Textes nach. Besondere Hilfe zum Verständnis bot ihm offenbar Aleida Assmanns einleitender Essay, der Geoffrey Hartmann als Antipoden Alain Badious vorstellt, wie Jungen erläutert. Das mit weiteren Aufsätzen Hartmanns zur Gedächtniskultur angereicherte Buch scheint Jungen optimistisch zu enden. In der Vorstellung, dass Gewalt durch Kritik zu bannen sei.
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