Herausgegeben von Feliks Tych, Alfons Kenkmann, Elisabeth Kohlhaas. Interviewprotokolle der Zentralen Jüdischen Historischen Kommission in Polen. Eine Veröffentlichung von Gegen Vergessen - Für Demokratie e. V. gemeinsam mit dem Jüdischen Historischen Institut in Warschau und der Universität Leipzig.
Einen einzigartigen Quellenband zum Holocaust in Polen zeigt beeindruckt Elisabeth von Thadden an: eine Sammlung von Geschichten, die jüdische Kinder über ihr Überleben unmittelbar nach der Befreiung zu Protokoll gegeben haben. In Teilen seien die Berichte bereits 1945 in polnischen oder jiddischen Ausgaben publiziert worden. Nun lägen 55 der Protokolle erstmals in deutscher Sprache vor. Die Kritikerin sieht in diesen Berichten und der darin zum Ausdruck kommenden Unmöglichkeit, Worte für das Unfassbare zu finden, auch ein bedeutendes Zeugnis der (erst später aufgekommenen) Frage nach der sprachlichen Darstellbarkeit der Shoah.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…