Herausgegeben von Gert und Gundel Mattenklott. 1917 erschien der erste Band der fünfbändigen, 1934 abgeschlossenen autobiographischen Romanfolge "Die Kette". Der träumerische Potsdam-Roman "Einen Sommer lang" ? eine beginnende Liebesgeschichte und Geschichte vom Werden eines jungen Schriftstellers ? ist ein Rückblick auf das neunzehnte Jahrhundert, registriert aber am grünen Rand der Welt schon leise die noch kommenden Erdstöße des zwanzigsten. Zugleich ist er, wie alle Romane Hermanns, ein "Dolmetscher für die Erotik seiner Zeit" und der Beginn einer großangelegten autobiographischen Erforschung der Wege aus dem Kaiserreich in die Weimarer Republik.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.08.2000
Thomas Rietzschel bespricht zwei Romane aus der Werkausgabe Georg Hermanns: "Einen Sommer lang" und "Der kleine Gast". Anfangen kann er mit beiden nichts. Sie sind ihm zu nostalgisch in ihrem Rückblick auf die "gute alte Zeit", zu neckisch in ihren erotischen Anspielungen, zu bieder in ihrem Humor, kurz gesagt, er findet die Romane langweilig. Kühl konstatiert der Rezensent: "Auch das Vergessen kann dem Nachruhm dienlich sein".
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