Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 29.01.2002
Donna M. Orange, George E. Atwood und Robert D. Stolorow haben mit ihrer Untersuchung "Intersubjektivität in der Psychoanalyse" ein "wichtiges Buch" geschrieben, lobt der Rezensent Micha Hilgers. Im Zentrum der Arbeit stehe die These, dass jede psychoanalytische Behandlung ein Zusammenspiel zweier Menschen darstellt; beide sind davon betroffen und darin involviert. Damit wenden sich die Autoren entschieden gegen die Vorstellung aus dem 19. Jahrhundert, es gebe einen neutralen, gar allwissenden Beobachter und einen unwissenden Patienten - eine Position die nach Hilgers noch immer von den Hardcore-Orthodoxen der Psychoanalyse geteilt wird. Für diese Fraktion der Freud-Jünger dürfte dieses "leicht lesbare" Buch denn auch ein "harter Brocken" sein, freut sich der Rezensent, und empfiehlt sogleich den Kauf des Buches. Und zwar trotz "seines Titels, der zum Glück sogar nicht mit dem eingängigen Stil korrespondiert".
Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte…