George Plimpton

Truman Capotes turbulentes Leben

Kolportiert von Freunden, Feinden, Bewunderern und Konkurrenten
Cover: Truman Capotes turbulentes Leben
Rogner und Bernhard Verlag, Berlin 2014
ISBN 9783954030668
Gebunden, 500 Seiten, 29,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Yasmin von Rauch. inklusive EBook-Download. George Plimpton führte für dieses Buch hunderte von Interviews mit freundlichen und weniger freundlichen Leuten aus Capotes Umfeld, um ihre Stimmen zu einem Text zu verweben, der zeigt, wie vergeblich es ist, nach der Wahrheit zu suchen, wenn man es mit einem Menschen wie Capote zu tun hat. Ein talentierter Autor und gleichzeitig ein verrückter, charmanter, eitler, verspielter, exzentrischer und mitleidloser Schauspieler. Auf seinem Lebensweg begegnen wir zahlreicher Prominenz von Andy Warhol über Joan Didion, Norman Mailer bis zu seinem Erzfeind Gore Vidal. Sie alle waren Zeugen seines plötzlichen Erfolgs als Schriftsteller mit "Frühstück bei Tiffany" und "Kaltblütig", seines Aufstiegs in der New Yorker High Society und später Beobachter (und sogar Beteiligte) seines jähen Absturzes, der auf die Veröffentlichung von "Erhörte Gebete" folgte, eines Romanfragments, in dem er so gut wie jeden, den er kannte, gnadenlos verraten und verkauft hat.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 25.10.2014

Bereits 1997 erschienen, liegt George Plimptons Buch "Truman Capotes turbulentes Leben" nun auch in gelungener Übersetzung von Yasmin von Rauch auf Deutsch vor, verkündet Rezensent Michael Schmitt erfreut. Es vereint Stimmen von Freunden, Feinden, Bewunderern und Konkurrenten. Der Kritiker rät allerdings einige Werke Capotes vor der Lektüre bereits zu kennen, denn dieses Buch ist weder Biografie noch Werkgeschichte, so Schmitt, der stattdessen tief in die New Yorker High Society bis in die Achtziger Jahre eindrang, deren Mitglied Capote als großer Aufschneider aber auch als bissiger Beobachter war. Und so erfährt der Rezensent dank dieses lesenswerten Buches nicht nur, auf welcher Grundlage Capotes Werke und seine Arbeit am eigenen Mythos entstand, sondern erhält bei Plimpton, Starkritiker und Mitbegründer der "Paris Review" auch ein spannendes Porträt über New York.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 22.08.2014

Arno Widmann hatte viel Spaß mit den Eskapaden Truman Capotes', die eine lange Liste von Zeitgenossen in "Truman Capotes turbulentes Leben" zuhauf erzählen. Capote tratschte was das Zeug hielt, was ihm zeitlebens den einen oder anderen Prozess einbrockte, gab sich zu förmlichsten Anlässen exzentrisch im weißen Matrosenanzug und verursachte mit seinen Ideen zum Tatsachenroman so etwas wie die "Urkatastrophe des modernen Journalismus", weil sie noch immer allzu oft falsch verstanden werden, berichtet der Rezensent. Das Genre wird nur durch den nachhaltigen Zweifel glaubwürdig und spannend, erklärt Widmann, der Capotes Roman "Kaltblütig" das beste Beispiel dafür findet.

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