Wie wird ein Mann ein Mann? Oder etwas präziser: Wie wird aus dem, was ein Mann werden könnte, schließlich das, wofür sich der Betreffende aufgrund seines Geschlechts hält? Diese Frage beschäftigt den Biologen, Hirnforscher und Bestsellerautor Gerald Hüther in seinem neuen Buch. Die wichtigste Erkenntnis der Hirnforschung lautet: Das menschliche Gehirn ist weitaus formbarer, in seiner inneren Struktur und Organisation anpassungsfähiger, als bisher gedacht. Auch das von Männern. Die Nervenzellen und Netzwerke verknüpfen sich so, wie man sie benutzt. Das gilt vor allem für all das, was man mit besonderer Begeisterung in seinem Leben tut. Was aber ist es, wofür sich schon kleine Jungs, später halbstarke Jugendliche und schließlich die erwachsenen Vertreter des männlichen Geschlechts so ganz besonders begeistern? Und weshalb tun sie das? Warum hat für viele oft gerade das so große Bedeutung, was den Mädchen und Frauen ziemlich schnuppe ist?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.12.2009
In einer Zeit, in der die Geschlechterrollen unsicher geworden sind, kann Michael Stallknecht diesen Ratgeber von Hirnforscher Gerald Hüther allen Männern auf dem Weg zur Selbstfindung nur wärmsten empfehlen. Erstmal findet es der Rezensent sehr lobenswert, wie deutlich der Autor macht, dass der Mann nicht allein biologisch determiniert ist, sondern es immer darauf ankommt, was er aus seinem Potential macht und unter welchen Umständen er aufwächst. Deshalb aber fesselt es den Rezensenten besonders zu erfahren, was den Mann denn nun biologisch prägt. Genauso klar mache Hüthers sehr lesbares Buch aber auch, dass Männer aufgrund ihrer genetischen Ausstattung einen "stärkeren emotionalen Halt im Außen" brauchen, um sich komplex entwickeln zu können, erklärt Stallknecht. Dass der Autor nie vergisst, dass der Mann nicht nur naturwissenschaftlich erfasst werden kann, macht dem Rezensenten diesen Ratgeber so wertvoll.
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