Louann Brizendine ist Gründerin der ersten amerikanischen Klinik für die Untersuchung geschlechtsspezifischer Unterschiede in Gehirn, Verhalten und Hormonen. In ihrem neuen Buch zeigt sie, wie stark sich die männliche Realität von der weiblichen unterscheidet. Mit der gleichen Detailgenauigkeit, die auch ihr vorangegangenes Buch auszeichnete, untersucht sie das männliche Gehirn in jeder Lebensphase, vom Säugling bis ins hohe Alter, und vermittelt einen tiefgreifenden Einblick in die männliche Denkweise.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.08.2010
Keine übermäßige Überraschung bei der Rezensentin angesichts dieses Buches. Als logisches Pendant zum Vorgänger "Das weibliche Gehirn" taugt das neue Buch von Louann Brizendine schon, findet Petra Gehring. Nur geht es darin weniger um das Gehirn, als um den männlichen Hormonhaushalt. Dass sich dieser mittels Pharmaka beeinflussen lässt, darauf wird die Rezensentin hier in einer Weise hingewiesen, die den Schluss nahelegt, es handle sich bei dem mindestens populärwissenschaftlichen Buch um Produktwerbung. Für inhaltsbezogene oder stilistische Aufregung sorgt der Band bei Gehring jedenfalls nicht. Im "launigen Aufklärungston" werden der Rezensentin Anekdoten aus dem Behandlungszimmer serviert, die Klischees festschreiben, wie: Mann gleich Frau plus jede Menge Testoteron. Ein enormer Anmerkungsteil hintendran, um sich gegen Kritik zu wappnen, und fertig ist das Buch. Nur für wen eigentlich und wozu?, fragt sich die Rezensentin.
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