Ziemlich heikel wird es, wenn ein berühmter Maler große, eher in düsteren Farben gehaltene, völlig gegenstandslose Tafelbilder mit "Birkenau" betitelt. Hanno Rauterberg bespricht zwei von gleich drei Büchern, die sich mit dieser Werkgruppe aus vier Bildern auseinandersetzen, der eine mit Texten des Kurators Helmut Friedel und des Philosophen Georges Didi-Huberman, der andere mit einem Text des amerikanischen Theoretikers Benjamin Buchloh (über den dritten Band mit digitalisierten Meta-Variationen über die Werkgruppe verliert Rauterberg nur ein paar Worte). Kaum ist der Titel da, fängt das Herumdoktern mit Begriffen schon an, das Hanno Rauterberg eindringlich vorführt. Helmut Friedel erzeuge eine "geradezu religiöse Stimmung", Georges Didi-Huberman dagegen betreibe "Heroisierung auf kunsttheoretischem Terrain", und Benjamin Buchloh, der allen Ernstes eine bildliche Interpretation liefert, wirke hilflos im Versuch, "die Abstraktion zu deabstrahieren". Was hätten die Autoren wohl geschrieben, wenn Richter die Bilder "Studien in Grau I bis IV" genannt hätte? Ein wirklicher Verriss ist Rauterbergs Text nicht, er guckt den Denkern eher interessiert beim Scheitern zu. Und lernt auch was draus.
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