Georges Didi-Huberman begnügt sich nicht damit, erstmals die Geschichte des Abdrucks zu schreiben, sondern zeigt, weshalb der Abdruck systematisch von der Kunstgeschichte ausgeklammert wurde. Dabei geht er zurück bis auf Vasaris Unterscheidung zwischen den freien und mechanischen Künsten, welche den Abdruck im Gegensatz zum "einmaligen" Kunstwerk als unrein abwertete. Georges Didi-Huberman wagt eine Neubewertung, mit der er einen Kontrapunkt zur sanktionierten Kunstgeschichte setzt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 24.11.1999
Heinz Schlaffer ist nicht überzeugt. Didi-Hubermans Willen, im Körperabdruck ein Vor-Bild aller Kunst zu erblicken und diesen Zusammenhang von der Prähistorie bis zur Avantgarde zu verfolgen, erscheint ihm "zweifelhaft". Und auch die "kühn formulierten Postulate" und die vielen Zitate von Benjamin bis Lyotard machen ihm die Rehabilitation der "Spuren des Lebens im Leblosen" nicht einsichtiger.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…