Gerhard Staguhn

Warum die Menschen keinen Frieden halten

Eine Geschichte des Krieges (Ab 14 Jahre)
Cover: Warum die Menschen keinen Frieden halten
Carl Hanser Verlag, München 2006
ISBN 9783446207066
Gebunden, 257 Seiten, 16,90 EUR

Klappentext

Seit es den Menschen gibt, führt er Krieg. Um Nahrung und Land, um Ruhm und Ehre, im Namen des Vaterlandes und der Religion. Muss es also Kriege geben? Gerhard Staguhn beleuchtet die Geschichte des Krieges: Welche Kriege gab es? Warum wurden sie begonnen? Wie wurden sie geführt? Krieg scheint immer und überall zu herrschen - trotzdem ist der Autor davon überzeugt: Der Mensch kann aus der Vergangenheit lernen. Er muss es nur wirklich wollen...

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.10.2006

Rezensentin Barbara Villiger Heilig ist alles andere als zufrieden mit dem Sachbuch von Gerhard Staguhn, das sie als "Traktat" bezeichnet. Sie stört sich sowohl am "unsystematischen Mischmasch" dieses Buchs - historische Fakten werden mit "ideologisch vage verorteten Kommentaren" vermengt - als auch an seiner Lückenhaftigkeit. Auf die Geschichte mancher Erdteile - etwa Südamerika - wird gar nicht eingegangen. Auch ein in dem Zusammenhang durchaus erörternswertes Themenfeld wie die Diplomatie wird einfach ausgelassen. Trotz ihrer Kritik will die Rezensentin dem Buch nicht jeglichen Nutzwert absprechen: "Die Leserschaft kann bei bereits vorhandenem Wissensstand einiges erfahren."

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.09.2006

Keineswegs überzeugt ist Wilfried von Bredow von Gerhard Staguhns für jugendliche Leser geschriebenem Buch "Warum die Menschen keinen Frieden halten". Die Klärung dieser Frage nämlich gelingt dem Autor zum Bedauern des Rezensenten nicht. Was er in dem Buch zu lesen bekommt, hält er für ein recht "widersprüchliches Durcheinander". Außerdem vermisst er bei den Ausführungen die nötige nüchterne Distanz, die ihm gerade bei einer so großen Frage wichtig erscheint. Einige Schilderungen der Schrecknisse des Kriegs in den historischen Kapiteln haben Bredow zwar beeindruckt. Aber ihm fehlt eine Einordnung dieser Beschreibungen in ein "größeres Bild". Noch schwerer wiegt seines Erachtens die Tendenz des Autors, die "Komplexität des Sachverhalts" zu reduzieren, und zwar "weit über Gebühr".
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