Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 05.11.2001
Der Band beschäftigt sich, aus dezidiert linker Perspektive, mit dem Umgang des globalisierten Kapitalismus mit der biologischen, d.h. auch: genetischen Vielfalt. Das Buch ist, so der Rezensent Thomas Krüger, "ein Bündel von Analysen, Studien, Untersuchungen", das auf die Gefahren einerseits eines gentechnischen Imperialismus, andererseits auf die Ausbeutung der "genetischen Ressourcen des Südens" unter anderem durch westliches Patentrecht aufmerksam macht. Der Export von genetisch verbessertem "Goldenen Reis" in die Drittweltländer etwa schaffe mehr Probleme als er lösen könne. Der Rezensent steht den Anliegen der Autoren sichtlich aufgeschlossen gegenüber, hat aber seine Probleme mit einer Vielzahl der Texte. Manches klingt ihm arg nach altmodischem "Agit-Prop" und gelangt nicht über "überholte, illusionäre Sozialismuskonzepte" hinaus. Lösungsvorschläge, so seine Meinung, sind nur brauchbar, wenn sie "den Primat weltwirtschaftlicher Interessen" als Tatsache anerkennen. So aber scheint Krüger dieser Band eher ein Indiz dafür, dass die Linke in unpolitischer "Bio-Romantik" befangen bleibt.
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