Noch immer ist das empirisch-historische Wissen über Afrika gering. Der Soziologe Gerhard Hauck liefert eine grundlegende Arbeit, die das Fundament zum Verständnis der aktuellen Probleme Afrikas legt. Seine Studie behandelt das Verhältnis von Gesellschaft und Staat in Afrika in historischer Perspektive, angefangen von Gesellschaften ohne Staat über vorkoloniale Staaten und koloniale Einflüsse zu postkolonialen Entwicklungen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.01.2002
Sachkenntnis und Analysestärke spricht für Rezensentin Gaby Mayr aus diesem materialreichen Band, der dazu geeignet sei, einigen Klischeevorstellungen von Afrika etwas entgegen zu setzen. Der Autor Gerhard Hauck erkenne in der Ökonomie einen entscheidenden Faktor für "das Funktionieren afrikanischer Gesellschaften". - das klinge zwar etwas angestaubt, sei aber legitim, so lange andere Aspekte nicht ausgeblendet würden, zumal die seit der Kolonialzeit und aktuell immer noch gern betriebene Ethnisierung von sozialen Konflikten doch nur dazu diene, den Europäern einfache Erklärungen zu bieten. Auch wenn Hauck einigen spannenden Fragen nicht nachgeht - etwa der, warum die Frauen der Gouro ihre Gebärfähigkeit nicht zur Machtausübung einsetzen - insgesamt gewinnt der Leser einen "guten Einblick", aus welchem Fundus der Kontinent für die Zukunft schöpfen kann.
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