Aus dem Italienischen übersetzt von Claudia Schmitt. Avvocato Guido Guerrieri, frisch geschieden und geschüttelt von einer tiefen Lebenskrise, übernimmt einen fast aussichtslosen Fall: Er verteidigt einen des Mordes angeklagten Immigranten aus dem Senegal, der ohne seine Hilfe verloren wäre. Es beginnt ein nervenzerreißender Kampf gegen rassistische Vorurteile, eine voreingenommene Justiz und eine erdrückende Last von Indizien ...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.02.2007
Oje, schon wieder ein Italien-Krimi, stöhnt der Rezensent. Doch an diesem im Original bereits 2002 erschienen Buch von Gianrico Carofiglio hat Hannes Hintermeier Gefallen gefunden. Zwar kommt auch Carofiglios Held, der Staatsanwalt Guerrieri, nicht ohne das kultiviert Lebensweltliche, ohne guten Wein und gute Pasta aus, glücklicherweise aber konnte der Rezensent feststellen, dass der Hauptaspekt des Textes ein anderer ist. Carofiglios Stärke erkennt Hintermeier in der raffinierten Dialogführung in den auf diese Weise höchst realistisch wirkenden Gerichtsszenen. Diese "miniaturisierten Psychodramen", die Konturierung mancher Nebenfigur sowie der "Schatten der Melancholie" auf einigen Szenen haben den Rezensenten überzeugt.
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