Picassos 'Guernica' ist das berühmteste Gemälde der Moderne. Gijs van Hensbergen erzählt die Geschichte dieser Ikone des 20. Jahrhunderts, indem er die außerordentliche Entstehungs- und Wirkungsgeschichte 'Guernicas' mit der dramatischen Lebensgeschichte Pablo Picassos verbindet.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 31.07.2007
Nicht wirklich erwärmen kann sich die Rezensentin Franziska Augstein für Gijs van Hensbergens Biografie von "Guernica", Picassos monumentalem Gemälde über die vernichtende Bombardierung der gleichnamigen baskischen Stadt 1937. Zwar attestiert sie dem Autor, eine ungeheure Fülle von Fakten zusammen getragen zu haben. So hat sie nicht nur über das Gemälde und Picasso viel und auch Interessantes erfahren, sondern auch über andere Künstler und die zeitgeschichtlichen gesellschaftlich-politischen Umstände in Spanien, Großbritannien und den USA. Aber die Lektüre des Werks bereitet zu ihrem Bedauern "nicht das geringste Vergnügen". So moniert sie vor allem die öde Darstellung, die sich auf eine Anhäufung des recherchierten Materials beschränke. Zudem missfällt ihr der Stil des Buchs, der auch in der Übersetzung auf sie überaus "steril-bürokratisch" wirkt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.06.2007
Paul Ingendaay ist begeistert. Die von ihm mitunter als "banausenhaft" empfundenen "linken Affekte" Gijs van Hensbergens sieht er dem Autor nach, weil dessen Buch ihn sozusagen selbst in Schutz nimmt mit souveräner Materialsichtung und -analyse. Für Ingendaay wird hier ein Erinnerungsschatz gehoben und mit Hintergrundinformationen zur Kunstszene wie zum Bürgerkrieg zum Leuchten gebracht, der nicht zuletzt den Konnex von Kunst und Propaganda erhellt und die subversive Wirkungsmacht eines Werkes, wie "Guernica".
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