Michael Carlo Klepsch

Picasso und der Nationalsozialismus

Cover: Picasso und der Nationalsozialismus
Patmos Verlag, Düsseldorf 2007
ISBN 9783491350113
Gebunden, 240 Seiten, 22,90 EUR

Klappentext

Picasso war nicht nur ein genialer Künstler, sondern auch ein hellsichtiger politischer Kopf, der sich dem Vormarsch der Faschisten mit den Mitteln des künstlerischen Protestes widersetzte. In seinem Wandbild 'Guernica' klagte er vehement die Unterdrückung seiner spanischen Heimat an. Als die deutschen Truppen in Frankreich einmarschierten, harrte der Maler trotz der ihm angebotenen Fluchtmöglichkeiten in Paris aus. Hier geriet der als 'Pinsel Israels' denunzierte Picasso, der enge Beziehungen zur Resistance knüpfte, ins Visier der Gestapo. Doch Picasso überstand die dunkelsten Jahre seines Lebens. Nach der Befreiung von Paris trat er der Kommunistischen Partei bei. Der Autor wertet neues Quellenmaterial aus (so die von der Pariser Polizei geführte 'Akte Picasso'); er schildert die beklemmende Atmosphäre im okkupierten Paris und die dramatischen Kämpfe zwischen Besatzungsmacht und Resistance.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 31.10.2007

Als sorgfältig recherchiert und eindringlich geschrieben lobt Rezensent Franz Zelger Michael Carlo Klepschs Schilderungen über Picassos Zeit im okkupierten Paris. Der Düsseldorfer Historiker widerlegt dort die verbreitete These, Picasso sei naiv und unter Missachtung der Gefahren im von den Deutschen besetzten Paris geblieben. Michael Carlo Klepsch beruft sich dabei auf bisher nicht bekannte Quellen, unter anderem die "Akte Picasso" der Pariser Sicherheitspolizei, und beschreibt, wie Picasso trotz Warnungen ganz bewusst in Paris blieb und mit allen Kräften die Resistance unterstützte, obwohl er als prominenter Vertreter "entarteter Kunst" hoch gefährdet war.

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