Herausgegeben und mit einem Nachwort von Hartmunt Vollmer.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 03.03.2001
Gina Kaus ist heute am ehesten noch bekannt als Autorin der Romanvorlage für den Film "Teufel in Seide" (mit Lilli Palmer und Curd Jürgens). Nach der kürzlichen Neuauflage ihres Romans "Die Verliebten" (erstmals 1928 erschienen), den der Rezensent Franz Haas für seine "sprachliche und psychologische Brillanz" preist, ist nun eine Sammlung kürzerer Texte von Kaus erschienen. Zwar lobt Haas die Fähigkeit der Autorin zu "Witz und knapper Formulierung", andererseits spricht, scheint es, der "Geist der Neuen Sachlichkeit" für den Rezensenten doch etwas zu laut aus vielen der Texte. Sie sind, kritisiert er, nicht frei von Klischees und Wiederholungen der gängigen Themen, jedoch, lobt er andererseits, sei die Autorin dann immer wieder zu ironischen Volten in der Lage. Am schönsten findet Haas jene Texte, die nicht so sehr "Spiegel des Zeitgeists" sind, sondern auf den Lärm von Thesen verzichtende Schilderungen wie "Der Donaukanal". Die "verhaltene Romantik von der Metropole" werde hier "ohne Zeigefinger" heraufbeschworen.
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