Aus dem Italienischen von Enrico Heinemann. Wie lässt sich das atemberaubende Naturschauspiel des Starenfluges mit den Mitteln der Physik erklären? Auf anschauliche und zugängliche Weise erzählt der Nobelpreisträger Giorgio Parisi von der Suche nach Antworten auf bisher ungelöste Fragen.Experimentelle Realitäten, die sich jedem Gesetz entziehen, Entdeckungen, die den Forschenden selbst überraschen - das ist die Welt, die Giorgio Parisi seit mehr als fünfzig Jahren erforscht. In seinem Buch erklärt er, was es mit komplexen Systemen auf sich hat. Dabei geht es auch um die Entstehung von Ideen und die Rolle, die Intuition und Metaphern dabei spielen. Parisi zeigt, wie Forschung funktioniert und welche Bedeutung der Wissenschaft in unserer Gesellschaft zukommt.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 27.10.2022
Kurz, aber fasziniert berichtet Rezensent Gerrit Stratmann über seine Lektüre. Wie schaffen es Stare, in gigantischen Wolken Formationen zu fliegen, ohne je zusammenzustoßen? Der Autor Giorgio Parisi, erzählt Stratmann, hat für diese Fragen den Nobelpreis für Physik bekommen, denn, ja, er näherte sich diesen Fragen als Physiker, nicht als Biologe. Komplexe Systeme interessieren ihn auch auf anderen Feldern: Wann weiß das Wasser, dass es bald kocht? Und wie kommt es, dass man eine Idee zuerst intuitiv findet, bevor man sie ausformulieren kann? Denn auch unser Denken ist ein komplexes System. Der Autor mäandert ein bisschen, merkt Stratmann an, aber er folgt seinen Windungen, die er als nie pedantisch beschreibt, sehr gern.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.2022
Rezensentin Sibylle Anderl rät, sich nicht falschen Erwartungen hinzugeben bei der Lektüre des kleinen Buches vom Nobelpreisträger für Physik, Giorgio Parisi. Was der Autor vorlegt, hat laut Rezensentin weniger mit Staren und deren Biologie zu tun und mehr mit allgemeinen mathematischen Mustern, auf die es der Autor bei seiner Forschung abgesehen hat und die Funktionsweisen der Wissenschaft erhellen können, wie sie findet. Von der Schwarmbewegung der Stare kommt der Autor daher rasch zu mathematischen Modellen als Mittler zwischen Phänomenen und der Theorie, erklärt Anderl. Parisis Fähigkeit, den Blick über den Tellerrand der eigenen Disziplin auf weitere Strukturen zu werfen, kann der Leser hier beiwohnen, so die Rezensentin.
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