Mit 355 Abbildungen. Der Archäologe Giovannangelo Camporeale präsentiert nicht nur die eigenen Funde, sondern liefert eine Gesamtschau, in die die zentralen Forschungsergebnisse der letzten Jahrzehnte eingeflossen sind. Sein Buch fasst zusammen, was wir über die Etrusker wissen: über ihren Ursprung und ihre Geschichte, über Kunst und politische Ordnung sowie über das öffentliche und private Leben.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.03.2004
Orientierung innerhalb des immer unüberschaubarer werdenden Feldes der Etruskologie, der es im 20. Jahrhundert gelungen ist, dem lange vorherrschenden "dämonischen" Bild von der etruskischen Kultur ein vielschichtiges "nüchternes" entgegenzusetzen, versprach sich Karl Christ von Giovannangelos Camporeales Handbuch. Und in der Tat biete das Werk, das jetzt in der deutschen Übersetzung von Helmut Schareika vorliegt, eine didaktisch wie inhaltlich weitgehend überzeugende, großzügig illustrierte Einführung in den aktuellen Forschungsstand, lobt Christ, der sich allerdings auch an einigen Punkten gestört hat: an dem ungenügenden Anmerkungsapparat etwa und an der mangelhaften Berücksichtigung "zentraler deutschsprachiger Beiträge". Trotz dieser Mängel empfiehlt Christ nachdrücklich Camporeales "archäologische" Geschichte als "zuverlässigen" Überblick über Siedlungsgeschichte, Politik, Religion bis hin zur Kunst und Literatur der Etrusker.
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