Gisela Elsner

Otto, der Großaktionär

Roman
Cover: Otto, der Großaktionär
Verbrecher Verlag, Berlin 2008
ISBN 9783940426093
Kartoniert, 172 Seiten, 14,00 EUR

Klappentext

Erstveröffentlichung aus dem Nachlass. Herausgegeben von Christine Künzel. Otto, der Großaktionär, ist ein Roman Elsners, der in den Achtzigerjahren entstand und komplett fertiggestellt wurde, jedoch nie erschienen ist. Die Figur Otto, der Großaktionär, eine Randfigur in Elsners Roman Das Windei von 1987, erhält hier ein eigenes Leben. Da er einige wenige Aktien an der Chemiefirma hält, in der er bei Tierversuchen zuarbeitet, glaubt Otto Rölz, ein älterer Arbeiter, es könne ihm nun nichts Schlimmeres passieren. Doch schon bald reicht das Geld nicht mehr, und um den Lebensstandart halten zu können, muss er sich lebensgefährlichen Medikamentenversuchen aussetzen. Doch selbst das verhindert nicht, dass er bald die erste seiner wenigen Aktien verkaufen muss.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.07.2008

Gisela Elsners nun vorliegender, nachgelassener Roman hat Rezensent Walter Hinck nicht wirklich begeistert. Er erinnnert an die Romane "Riesenzwerge" (1964) und "Berührungsverbot" (1970), die großen Erfolge der Autorin, Tochter einer Industriellenfamilie, die sich der DKP zuwandte, in der DDR als westdeutsche Vorzeigekommunistin galt und nach der Wiedervereinigung 1992 das Leben nahm. Bei der Handlung des Romans um den entlassenen Chemie-Arbeiter Rölz und die Tochter des Fabrikdirektors, die in den terroristischen Untergrund geht, überwiegen seines Erachtens "Parodie und Satire". Das scheint ihm durchaus berechtigt. Allerdings hat er den unguten Eindruck, dass hier die Ideologie die Ästhetik "überwuchert".
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