Mit einem Vorwort von Heinrich Schepers und Martin Schneider. Herausgegeben von der Leibniz-Forschungsstelle der Universität Münster. Die Leibniz-Ausgabe umfaßt insgesamt 8 Reihen. Band 4 der Reihe 6 besteht aus vier Teilbänden, die von Heinrich Schepers, Martin Schneider, Gerhard Biller, Ursula Franke und Herma Kliege-Biller bearbeitet wurden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.1999
Seit 1923 ist man nun mit dieser Leibniz-Ausgabe beschäftigt, berichtet Hubertus Busche, und damals war man noch so naiv zu glauben, dass man am Ende mit 80 Bänden auskommen würde. Dann wartet der Rezensent mit beeindruckenden Zahlen auf: Leibniz` Nachlass ist einer der größten, die je ein Autor schuf: 75.000 wissenschaftliche Schriftstücke, 15.000 Briefe. Hier haben wir es also mit dem vierten Band der Reihe VI der Ausgabe zu tun, der sich wiederum in vier Teilbände gliedert. 222 Texte werden hier veröffentlicht - davon hat Leibniz zu Lebzeiten nur vier publiziert. Es handelt sich um philosophische und rechtsphilosophische, auch theologische Arbeiten. Busche schildert in der Folge, wie Leibniz zu einer Art Universalwissenschaft kommen wollte, einer "Enzyklopädie", von der er erhoffte, dass sie in ihrer absoluten Objektivität alle wissenschaftlichen, politischen und Glaubensstreitigkeiten Streitigkeiten befrieden könne. Offensichtlich ist er daran grandios gescheitert. Busche meint zumindest, dass die Texte "dreihundert Jahre zu spät" kommen. Busche lobt die Sorgfalt der Textedition und der Register.
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