Graham Swift

Einen Elefanten basteln

Vom Leben im Schreiben
Cover: Einen Elefanten basteln
dtv, München 2019
ISBN 9783423281843
Taschenbuch, 456 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Susanne Höbel. Am Anfang steht der geheime Wunsch, Schriftsteller zu werden. Das Studium in Cambridge muss warten, vorher zieht es den jungen Graham Swift raus in die Welt: Rucksackreisen in Krisengebiete, in der Tasche 50 Pfund für fünf Monate, genug, um das Schicksal herauszufordern. Erste Höhen kommen früh, erste Tiefen auch. "Einen Elefanten basteln" ist der in Essays, Interviews und Gedichten nachgezeichnete Weg eines Schriftstellers, der in seinen Büchern stets das Terrain des Bekannten verlässt, um sich hinaus ins Unbekannte zu wagen, die einzige Sicherheit: seine Vorstellungskraft.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 02.07.2019

Judith von Sternburg lernt nicht unbedingt Neues über das Schriftstellerdasein mit Graham Swifts Essays, Interviews und verstreuten Gedichten. Es geht um die Einsamkeit, den Wunsch nach Anerkennung, das Scheitern. Dass Swift nicht persönlich wird, sondern verallgemeinert, geht für Sternburg in Ordnung. Durchaus anregend findet sie Swifts Bemühen um Gelassenheit und Genauigkeit, witzig bis böse erscheinen ihr seine Anekdoten aus dem Literaturbetrieb, berührend manche Erinnerung.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.05.2019

Jan Wiele schwelgt mit Graham Swift in den Griechenland-Erinnerungen des Autors, laut Wiele das reine Tramper-Idyll (trotz Militärdiktatur) und so etwas wie das Initiationserlebnis des späteren Romanschriftstellers. Andere Texte in dem als buntes Potpourri aus Erinnerungen, Interviews, Gedichten und Zeitungstexten daherkommenden Geburtstagsband scheinen Wiele offenbar weniger überzeugend, zumindest nicht erwähnenswert. Eine echte Werkbiografie kann er in dem Band auch nicht erkennen.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.05.2019

Thomas David sieht in Graham Swift einen zurückhaltenden Meister des Profanen, keinen spitzen Ironiker oder zynischen Satiriker. Die vorliegenden autobiografischen Texte über Schreibinspiration, Fantasie und das Glück der frühen Arbeit lassen David teilnehmen am Glück und Leid einer Schriftstellerexistenz. Swifts Erzählungen über Weihnachten mit Rushdie, die Entstehung seiner Romane oder über seinen Vater liest der Rezensent mit Interesse und mit Rührung.

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