Zentrale Themen des Buches sind u.a.: Realität und Interpretation jenseits der Entgegensetzung von Idealismus und Empirismus ? Vernetzung von Sprache, Geist, Handlung und Welt ? Grenzen der Interpretation ? Zeichengebrauch und Rationalität ? Verstehen als Übersetzen ? Logik und Ästhetik ? Wissenschaft und Kunst ? Zeichenvollzug und Zeichendeutung ? Interpretation und Wahrheit ? Erfahrungserkenntnis und Zeichen ? Vereinheitlichte Theorie von Wissen und Handeln ? Interpretationsethik jenseits von Letztbegründung, Diskurstheorie und Postmoderne.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.1999
Andreas Platthaus bespricht das Buch in einer einigermaßen überraschenden Kombination zusammen mit Joschka Fischers "Mein langer Lauf". Irgendwie hat man dabei das Gefühl, dass er sich über beide Bücher sanft mokieren will. Das Problem ist dabei, dass man weder beim einen noch beim anderen so recht erfährt, wovon sie handeln.
1) Fischer: "Mein langer Lauf zu mir selbst" (Kiepenheuer und Witsch)
Fischer beschreibt in dem Buch, wie er sich durch Langlauf von 112 auf 77 Kilo reduzierte, und Platthaus warnt, dass das Buch kaum zum Ratgeber tauge, "denn weder die Konsequenz noch die auslösende Krisis kann simuliert werden".
2) Abel: "Sprache Zeichen, Interpretation"
Da geht`s also um eine Lehre der Handlung, der Zeichen und der Interpretation, die Platthaus nicht immer ganz überzeugend an Fischers Erzählungen misst. Etwas komisch wirkt natürlich im Kontrast Abels abstrakte Prosa, die Platthaus mit Genuss zitiert: "In Bezug auf die internen Regularitäten einer funktionierenden und gut eingespielten Interpretations-Praxis sind die Grenzen der Dezision sowie der Optierbarkeit schnell erreicht." Eines haben Fischer und Abel also offensichtlich gemeinsam: Da fehlt das Fleisch.
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