Guntram Vesper

Lichtspiele

Essays und Berichte
Cover: Lichtspiele
Schöffling und Co. Verlag, Frankfurt am Main 2023
ISBN 9783895616433
Gebunden, 384 Seiten, 30,00 EUR

Klappentext

Mit einem Nachwort von Andreas Platthaus. Nach Guntram Vespers Jahrhundertroman "Frohburg" erschienen mit "Nördlich der Liebe und südlich des Hasses" die Prosa und mit "Tieflandsbucht" die Gedichte des Autors bei Schöffling & Co. Seine gesammelten Aufsätze ergänzen nun unter dem Titel "Lichtspiele". Essays und Berichte die Werkausgabe dieses so bedeutenden Schriftstellers. Den Kern des Bandes bildet die 1992 erschienene Auswahl "Lichtversuche Dunkelkammer", in der Vesper eine Bilanz seiner bis dato entstandenen essayistischen Arbeit zieht. Ergänzt wird dies insbesondere um nach 1992 publizierte Essays, vor allem aus der, vom Frohburg-Erfolg ausgelöst, besonders regen späten Schaffensphase.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 24.06.2023

Ein Autor, der zu Unrecht und viel zu lange im Verborgenen geschrieben hat: Das ist Guntram Vesper für den Rezensenten Claus-Jürgen Göpfert. Göpfert ist froh, rund drei Jahre nach Vespers Tod einen Band mit Essays und Berichten entdecken zu dürfen, in dem der Schriftsteller minutiös sein Umfeld beobachtet, die deutsch-deutsche Geschichte wie den Literaturbetrieb. Vesper bleibt dabei kritisch, etwa wenn es um unter den Teppich gekehrte Nazivergangenheiten geht oder um die innerdeutsche Grenze und die Verwüstungen, die sie hinterlässt. Ein Buch, das erinnert, dokumentiert und stets den Text mit dem wirklichem Leben verankert, schließt der Kritiker.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.05.2023

Rezensent Thomas Combrink schätzt die Grabungen von Guntram Vesper im Steinbruch seiner Erfahrungen. Die von Thomas Schaefer noch aufgrund von Vespers eigenen Vorgaben besorgte Edition überzeugt Combrink durch detailreiche, geduldig ausgebreitete, wenngleich unterhaltsame Anschaulichkeit, etwa wenn der Autor von seiner Reise zur Tagung der Gruppe 47 im Jahr 1967 berichtet oder über Lektüren und Begegnungen schreibt. Beim Lesen der Essays und Berichte wird Combrink sowohl der subjektive Ansatz des Verfassers, seine Motive als auch der unmittelbare Zugang des Lesers zu den Texten offenbar. Dass Vesper auf Konklusionen seiner Erkundungen verzichtet, hält Combrink für sympathisch.
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