Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.10.2000
Ein "stures Buch" nennt Rezensent Wieland Freund den Band, der Essays und Reden des westfälischen Autors versammelt. Das Sture an diesem Buch, so Freund den Autor zur Erklärung heranziehend, ist "Heini Senkpiel", eine Methode des Sich-Vertiefens und -Versenkens, die sich im Gegensatz zu "Franz Tannebaum", der eher rheinischen Methode des kraftvollen Hochstrebens, befindet. Zwischen diesen beiden Methoden - des Schreibens, versteht sich - befand sich der Autor, der auch als Erzähler (Methode "Tannebaum") hervorgetreten ist. In diesem Buch jedenfalls regiert das Prinzip Senkpiel, meint Freund, und ist von den literaturkritischen und -analytischen Essays in vielem angetan (moniert etwas, dass sie fast alle schon irgendwo zu lesen waren). Den Urteilen zu Nicholson Baker ("Rolltreppe oder die Herkunft der Dinge") und Bret Easton Ellis ("American Psycho") will er zwar nicht folgen, findet aber Henscheids "Maria Schnee" umso gelungener analysiert. Aber dann will er wohl gern auch wieder mal "Tannebaum" treffen.
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