Beschreiben die Begriffe der modernen Physik die Realität oder sind sie nur Hilfsmittel und Rechenwerkzeuge? Wie können reale Objekte aus Atomen aufgebaut sein, wenn diese angeblich gar keine realen Eigenschaften vor deren Messung besitzen? Wie kann Schrödingers Wellenfunktion erfolgreich die Struktur und Stabilität von Atomen, Molekülen und Festkörpern beschreiben, wenn sie nur menschliches Wissen oder abstrakte Information darstellt? Und wie kann die Zukunft unbestimmt sein, wenn Einsteins Raumzeit die Weltgeschichte als ein vierdimensionales Blockuniversum darzustellen erlaubt? Das Buch enthält eine Sammlung von Aufsätzen, in denen sich der Autor mit diversen faulen Ausreden auseinandersetzt, die Physiker sich ausgedacht haben, um unerwarteten Konsequenzen ihrer eigenen Theorien aus dem Wege zu gehen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.04.2012
Wie die Welt wirklich strukturiert ist, kann dem Rezensenten auch H. Dieter Zeh nicht überzeugend erklären. Immerhin findet Ulf von Rauchhaupt in den gesammelten Aufsätzen des Autors, eines maßgeblichen Verfechters der Dekohärenz, einen klaren Standpunkt zur Quantentheorie, den sogar der Laie in Ansätzen verstehen kann, wie der Rezensent versichert. Zeh nämlich setzt auf eine Realität aus unendlich vielen Parallelwelten, eine Theorie nach Hugh Everett, ins Feld geführt gegen die an Niels Bohr orientierte Kopenhagener Interpretation der Quantentheorie. Dagegen hätte der Rezensent ein paar Einwände, doch die versteht der Laie leider überhaupt nicht.
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