Als ehemaliger Offizier und Fallschirmjäger der Spezialeinheiten der algerischen Armee wurde der 31jährige Habib Souaidia Zeuge von Folter, Exekutionen und Massakern an der Zivilbevölkerung. Diese Greueltaten beschreibt er in diesem Buch minutiös. Zudem lüftet Souaidia den Schleier eines der größten Tabus des algerischen Dramas: das innere Funktionieren der algerischen Armee. Er zeigt den berechnenden Zynismus und den Blutrausch gewisser Generäle, die Indoktrinierung ihrer Truppen, aber auch die Verzweiflung der Soldaten, die zu barbarischen Akten gezwungen werden, die schrecklichen Folgen des Einsatzes von Drogen sowie interne "Säuberungen". Es ist das erste Mal, dass ein Armeeangehöriger unter seinem wahren Namen offen über die Ereignisse berichtet, die Algerien seit 1992 zu zerreissen drohen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.12.2001
Das Buch ist sicherlich keine angenehme Lektüre, wie Rezensent Rudolph Chimelli betont und sei überdies auch noch schwer zu lesen und zu widerlegen. Dennoch biete es einen interessanten Beitrag zur aktuellen Diskussion über die islamischen Fundamentalisten. So behaupte Souaidia, dass "ein großer Teil der Massaker in Algerien im Auftrag der herrschenden Militärs angezettelt wird, um die Islamisten zu belasten". Dies gelte es zu bedenken, wenn in westlichen Ländern über den islamischen Fundamentalismus gesprochen werde, betont der Rezensent. Das Buch sei von einem ehemaligen Fallschirmjäger-Leutnant der algerischen Armee geschrieben und habe in Frankreich für großes Aufsehen gesorgt, merkt Chimelli noch an.
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